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17/08/17

Deutschlands Amateurpornoszene

Der Journalist Philip Siegel berichtete von seinen Recherchen

In keinem anderen Land der Welt werden so viele Pornos geschaut wie in Deutschland, sagen Experten. Und wohl in keinem anderen Land der Welt spielen so viele Amateure in Pornos mit. Mehr als 50.000 Menschen betätigen sich in Deutschland als Pornoproduzenten und haben längst die Geschäfte übernommen. Die Pornoindustrie, einst Sache der Profis, wird heute von Amateuren dominiert. Zu den Protagonisten gehören Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus: Bäckereifachverkäuferinnen, LKW-Fahrer, Büroangestellte, Beamte, Akademiker oder Selbstständige.

Der Kölner Journalist Philip Siegel, WDR-Redakteur und freiberuflicher Autor, hat in dieser Parallelwelt recherchiert und mit mehr als 100 Darstellerinnen, Darstellern und Mini-Produzenten gesprochen. Wer sind diese Menschen? Wie sehen sie ihre Tätigkeit in der Sex-Branche? Und unter welchen Umständen entstehen ihre Produktionen? Seine Erlebnisse hat Siegel im Buch „Drei Zimmer, Küche, Porno“ festgehalten, das im Campus-Verlag erschienen ist.

Am Donnerstagabend, 17. August, kam Philip Siegel in den Bremer Presse-Club, um über seine Recherchen bei den zahlreichen Porno-Drehs zu berichten und sich den Fragen des Publikums zu stellen. Auch kurze, jugendfreie Filmausschnitte und Fotos zeigte er, um Einblick in diese Subkultur zu geben. Jörn Seidel vom bpc moderierte.

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